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Partnerformen und -übungen
Um den Stil kampffähig zu machen, bereitet sich der Schüler durch festgelegte und freie Partnerübungen auf den freien Kampf vor. Tang Lang Quan ist nicht für Vollkontakt Wettkämpfe geeignet, da der Einsatz recht hart ist und beim sportlichen Kämpfen die Sicherheit der Kämpfer nur durch ein Regelwerk gewährleistet wäre, wobei nicht mehr viel vom klassischen Tang Lang Quan anzuwenden ist. Die Wettkampfvorbereitungen, das "Eineichen" auf Regeln verändern sehr stark das klassische Tang Lang Training. Eine Tang Lang Quan Ausbildung fordert das Meistern der Kämpfenden Ebene, die Schüler solten sie aber auch wieder verlassen können, andere Werte anstreben als Unbesiegbarkeit. Die klassische Ausbildung verlangt alles vom Schüler, wenn er wirklich die Seele des Tang Lang Quan spüren will. Der Weg zur Meisterschaft dauert bei richtigem Unterricht und richtigen Üben 7-10 Jahre. Der Weg zur Vervollkommnung ist endlos.

   
 

Innere Haltung Bei jeglicher Form von Kampftraining ist es unerlässlich, einander mit Achtung, Respekt und Fairness zu begegnen. Das erfordert ein hohes Maß an Selbstbeherrschung und Disziplin. Jeder Schüler übt im Rahmen seiner Möglichkeiten und wird individuell betreut und gefördert.






YingansatzDer Yinansatz erschließt sich die Selbstverteidigung über die innere Struktur. Vergleichbar mit dem Pushhands im Tai Ji Quan. Aus dem Gefühl der sicheren Stellung heraus, werden dann die Kampfprinzipien am Partner umgesetzt. Der Schüler lernt die Kraft des Gegners zu „hören“ und kann dann je nach Situation seine Aktionen anpassen. Bei diesem Ansatz ist es wichtig die Aktionen des Partners zuzulassen, um zu spüren, welche Möglichkeiten einem noch geblieben wären und um dem Partner eine Rückmeldung über die Effektivität seines Angriffs zu geben. Je intensiver die Übenden miteinander kommunizieren, ob man noch im Gleichgewicht ist oder nicht, oder wie zwingend der Angriff war ..., desto größer ist der Lernerfolg beider.

 

YangansatzDer Yangansatz erschließt sich den Bereich der Selbstverteidigung durch Partnerübungen, bei denen jede Bewegung genau festgelegt ist. Die Schüler lernen hier Distanzgefühl, Bewegungsfluss und das Kombinieren von mehreren Techniken. Nach und nach werden die Absprachen reduziert, damit der Schüler die Techniken für sich individuell anpassen kann.
Zu Beginn wird eine strikte Rollenteilung (Angreifer/Verteidiger) eingehalten. Ebenso wird klar verabredet mit welchen Techniken angegriffen wird. Nicht der Angreifer gibt das Tempo vor, sondern der Verteidiger. Nach und nach können immer mehr Techniken (z.B. Tritte ... ) hinzukommen, und dem Verteidiger können Gegenangriffe erlaubt werden. Zum Schluss gibt es weder festgelegte Rollen, noch Einschränkungen für die Techniken. Dieses Vorgehen ermöglicht ein Kampftraining ganz ohne Schutzkleidung, so dass die Tang Lang Techniken ohne Hindernisse eingeübt werden können. Dadurch, dass der Verteidiger das Tempo vorgibt, kann er stressfrei agieren und sich ganz auf das Wesentliche konzentrieren. Das Verletzungsrisiko ist bei diesem Vorgehen auch ohne Schutzkleidung äußerst gering